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Tue05222012

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Hohenprießnitz

Bei der Anlegung des Landschaftsparkes fand das Urstromtal der Mulde mit Steilhängen, Altwassern, Eichen bestandenen Waldwiesen und der kleine barocke Garten des damals schon fast 100jährigen Schlosses genauso Berücksichtigung wie die im über 30 ha großen Gelände betriebene Baumschule, Fischereiwirtschaft, Ziegelherstellung und Ackernutzung. Hinzu kamen die künstlerischen Elemente die über einen längeren Zeitraum eingebracht worden sind, wie Denkmäler, Kleinplastiken, Brücken, Treppen, ein ausgeklügeltes Wegesystem, herrliche Durchblicke und Aussichten sowie Freiräume und natürlich einzelne Baumgruppen, in- und ausländische Einzelbäume und eine Allee. Im Jahr 1983 formierte sich ein Ortsparkaktiv mit dem Ziel, die schrittweise Rekonstruktion des englischen Gartens in Hohenprießnitz vorzunehmen. Obwohl in der Anfangsphase keinerlei Gestaltungsunterlagen aus der Entstehungszeit der Anlage vorlagen (und bis heute nicht vorliegen), gelang durch die Mithilfe des damaligen Institutes für Denkmalpflege in Dresden, des Bezirksparkatives Leipzig sowie der Parkverwaltung in Machern der vielversprechende Beginn zur Wiedergewinnung des „Gräflich Hohenthal‘schen Gartens zu Hohenprießnitz“. Seit 1987 konnte die Pflege durch zwei hauptamtliche Parkpfleger betrieben werden, die aber durch die Abwicklung des Arbeitgebers nach 1990 schon wieder beendet war. Die Pflege konnte danach durch AB-Maßnahmen noch dürftig erhalten werden. Obwohl die Parkarbeiten ab 1994 über den Freistaat Sachsen in eine neue Phase traten, wurden keine Rekonstruktionsmaßnahmen mehr ausgeführt. Lediglich Verkehrsicherungspflichten wurden regelmäßig ausgeübt, die notwendige Pflege übers Jahr seit 1997 aber abgebrochen und nur noch sporadisch fortgeführt. Mit dem Verkauf des Schlosses 2006 wird nicht nur die Sanierung des Barockschlosses angestrebt, sondern auch die Wiedergewinnung des Schlossgartens als erstrebenswertes Ziel empfunden. Neben den Parkarbeiten wurden auch die wissenschaftlichen Forschungen fortgesetzt und neue Erkenntnisse zur Anlage gewonnen. Trotz des noch nicht befriedigenden Zustandes liegt der Schlossgarten immer noch im öffentlichen Interesse und jährlich besuchen die Anlage viele Gäste, die sich z.T. auch führen lassen, wozu sich der Hohenprießnitzer Freundeskreis Denkmalpflege e.V. bereit erklärt hat.