Tourismus in Sachsen

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Sächsische Lehrpfade

Naturlehrpfad Augustusburg

Der Naturlehrpfad Augustusburg/Erdmannsdorf wurde im Jahre 1992 von Mitarbeitern und Schülern der Station Junger Techniker und Naturforscher mit Unterstützung vieler Naturfreunde neu angelegt und im Herbst 1995 zu einem Rundweg erweitert. Er befindet sich im 3650 ha großen Landschaftsschutzgebiet Augustusburg-Sternmühlental und verläuft über eine Strecke von insgesamt ca. 6 km. Die Teilstrecke von der Talstation der Drahtseilbahn in Erdmannsdorf über den Kunnerstein bis zum Franzosenfriedhof in Augustusburg beträgt 3,1 km. Für die Strecke ab Franzosenfriedhof über den Theresienweg nach Erdmannsdorf zurück sind noch einmal 2,9 km zu bewältigen, zum Teil auch auf schmalen und steilen Wegen. Tafel 1 Laubbäume Tafel 2 Sträucher Tafel 3 Lebensgemeinschaft Wald Das Baumhaus Eiche Tafel 4 Nadelbäume Tafel 5 Artenschutz Vögel Tafel 6 Spuren und Fährten Tafel 7 Forstschädlinge Tafel 8 Geologie - Die Kunnersteiner Verwerfung Tafel 9 Umweltschutz - Waldsterben Tafel 10 Waldbodenpflanzen Tafel 11 Funktion des Waldes Tafel 12 Laubbäume Tafel 13 Flugbilder von Vögeln Tafel 14 Lebensgemeinschaft Wald Die Buche - Mutter des Waldes Tafel 15 Forstwirtschaft - Fichten-Altholz Tafel 16 Totholz lebt! Tafel 17 Laubbäume Tafel 18 Forstwirtschaft - Holzverwertung Tafel 19 Artenschutz - Lurche Tafel 20 Lebensgemeinschaft Wald Waldboden - der unterirdische Wald Tafel 21 Forstwirtschaft Jagd - Sinnvolle Nutzung natürlicher Ressourcen Tafel 22 Artenschutz - Die Waldameise Tafel 23 Lebensgemeinschaft Wald Heidelandschaft Tafel 24 Umwelt und Mensch Es stirbt der Wald - dann... Tafel 25 Lebensgemeinschaft Wald Pilze und Bäume Tafel 26 Lebensgemeinschaft Bach *) Quelle Stadtverwaltung Augustusburg www.Augustusburg.de

Moorlehrpfad Kühnhaide

Mit dem Moorlehrpfad Stengelhaide in Kühnhaide/Reitzenhain ist ein Stück Attraktivität hinzugekommen. Am Ortsausgang der Gemeinde Kühnhaide beginnt, der ca. 2,5 km lange Rundweg. Auf dem ersten Stück, einem bequemen Wanderweg, lernt man zum Beispiel, warum das Wasser hier braun ist. „Geländegängiges“ Schuhwerk ist zu empfehlen, da es von da an weiter über Knüppeldämme direkt durchs Moor geht. Hier erfährt man Wissenswertes über dessen Geschichte, seine Bewohner und kann verfolgen, was passiert, wenn das Moor nach Jahrhunderte langem Torfabbau wieder renaturiert wird. Von einem Aussichtsturm aus hat man einen beeindruckenden Blick über die Stengelhaide. Geeignet ist der Lehrpfad für Schulklassen wie auch für den einzelnen Wanderer. Individuelle Entdeckungen wie auch geführte Wanderungen sind von Mai bis Oktober möglich

Heil- und Kräuterlehrpfad Rübenau

Was der Unwissende schlicht als „Unkraut“ bezeichnen würde, sind oftmals seltene Pflanzen und Kräuter. Um dem naturverbundenen Wanderer diese vielfältige Pflanzenwelt näher zu bringen, wurde am 1. Juni 2005 der „Rübenauer Heilpflanzenlehrpfad“ eröffnet. Die ca. 4 km lange Strecke ist von Anfang Mai bis Ende Oktober mit mehreren Lehrtafeln und Wegweisern beschildert. Erklärt werden die unterschiedlichsten Heilpflanzen und deren Heilwirkungen. Der Kräuterlehrpfad beginnt am „Wanderparkplatz Waldstraße“ (nahe des Sportplatzes an der Zöblitzer Straße) und führt am Waldrand entlang, dem Tal der Lehmhaidner Bach entgegen. Vor der Talbrücke biegt der Lehrpfad links auf einen Wiesenweg ein und folgt dem Bachlauf. In dieser Bachaue findet man Pflanzen, wie die Brombeere (wirkt gegen Durchfall), den Huflattich (wirkt bei Halsentzündungen) und die Immunkräfte stärkende Hagebutte. Der Weg führt weiter an den Erzgebirgshäusern der „Ziegengasse“ vorbei, bis man zur Linken die Bergwiese des Schusterberg’s mit ihrem imposanten Felsen erblickt. Hier wachsen vor allem der Baldrian (gegen Schlafstörungen), die Gemeine Scharfgarbe (wirkt krampflösend) und die rheumatische Beschwerden lindernde Brennnessel. Der nunmehr asphaltierte Weg trifft auf das Gassensträßchen, dem der Lehrpfad zuerst links und dann bergauf folgt. Zu beiden Seiten erblickt man artenreiche Bergwiesen, die ökologisch bewirtschaftet werden. Hier findet man zum Beispiel den „Frauenmantel“ vor. Vorbei an Jugendklubhaus und Kindergarten geht es wieder bergab der Rübenauer Ortsmitte mit dem alten Schulgebäude und der Dorfkirche entgegen. Nach der Überquerung der Zöblitzer Landstraße, geht es zur Linken der Kirche und der Friedhofsmauer auf dem Hammerweg bis zum Hradschinweg. Dieser führt zur Rechten des von der Märchenwiese kommenden Wildbaches, über den „Strohhübel“ der Anhöhe entgegen. Zu beiden Seiten des Weges wachsen der Löwenzahn (hilft bei Verdauungsbeschwerden) und der reizmildernde „Spitzwegerich“. Am Waldrand angelangt, biegt der Lehrpfad links ein. Direkt am Wegesrand wachsen Himbeersträucher. Die Früchte sind fiebersenkend und die Blätter können Halsschmerzen lindern. Auch die Holundersträucher, Ebereschen und Birken haben heilende Wirkung. An der „Märchenwiese“, eine Waldlichtung, auf der früher geköhlert wurde und heute als Veranstaltungsplatz genutzt wird, bietet sich die letzte Rastmöglichkeit, bevor der Ausgangspunkt der Wanderung wieder erreicht ist.

Dörntal Kunstteiche

Man begann mit dem Bau des Dörnthaler Teiches 1786 – 1790 und im gleichen Zeitraum mit der Erbauung des Kunstgrabens. Alle Teiche und Kunstgräben wurden angelegt um das Aufschlagwasser für die Bergreviere Freiberg und Brand-Erbisdorf zu liefern. An der vorderen Damm- Mauer erinnert ein Gedenkstein an die Erweiterung des Dörnthaler Teiches und den Damm-Bau in den Jahren 1842-44. Heute ist der Dörnthaler Teich ein Paradies für Naturliebhaber zu jeder Jahreszeit. Im Frühling lockt das frische Grün, an warmen Sommertagen weht eine frische Prise über den Teich, der Herbst malt viele Farben und im Winter knackt das Eis gespenstig. Der Naturlehrpfad um den Teich ist besonders für Familien mit Kindern interessant. Hier lernen sie die einheimische Tier- und Pflanzenwelt kennen.

Lehrpfad Baumannsgraben

Der bergmännische Lehrpfad „Roter Löwe“- Kunstgraben, der in Zusammenarbeit zwischen der Stadt Schwarzenberg und dem Erzgebirgszweigverein Schwarzenberg entstand, wurde am 2. Juli 1993 aus Anlass des 115-jährigen Bestehens des Erzgebirgszweigvereins der Öffentlichkeit übergeben. Damit wurde neben dem Ausbau des Wanderwegnetzes ein weiterer Beitrag zur touristischen Erschließung der Region geleistet. Die gesamte Anlage lädt Einheimische und Gäste zum Wandern ein und bietet dabei gute Möglichkeiten, Spuren des historischen Bergbaues um Schwarzenberg zu entdecken. Der Bergbaulehrpfad ist mit einem schrägen grünen Balken auf weißem Grund gekennzeichnet. Entlang des Lehrpfades sind 12 Hinweistafeln aufgestellt, welche die einzelnen Stationen kennzeichnen. Der Bergbaulehrpfad beginnt unmittelbar an der Eibenstocker Straße, am Lindengarten. Links und rechts der Hauptstraße stehen die ersten beiden Hinweisschilder. Der Weg führt Sie weiter durch den Stadtteil Heide, am Gesteinsgarten neben der Kaufhalle und an der unter Naturschutz stehenden „Großgutlinde“ am Ärztehaus vorbei zum Waldrand der „Hohen Henne“. Entlang der nächsten 1,5 km verläuft der ehemalige Kunstgraben, bis hin zur „nassen Pfütze“ neben dem Weg. Mehrere Informationstafeln erklären die Zeugen des Altbergbaus. Auf dem Dreitannenweg angekommen, führt Sie der Weg an der "Silberkammer" vorbei zum Morgenleitheweg. An der Tafel „Fundgrube Freudiger Vergleich“ angekommen, geht es ca. 15 Meter aufwärts. Dort ist der Verlauf des Bergmannsgrabens links in den Wald noch gut sichtbar. Nun schlängelt sich der Graben dem Hemmberghang entlang und erreicht eine Felsengruppe inmittem des Waldes, der vorletzten Station des Weges. In Richtung Halsbach wird der Weg schwieriger. Insbesondere nach Regenfällen sind Stiefel zu empfehlen. Am Endpunkt des Lehrpfades, dem Halsbach angekommen, führt der Weg links zur Jägerhäuser Straße.

Lehrpfad Alte Eisenbahn

Im Jahr 1858 erhielt die Stadt Schwarzenberg als eine der ersten Städte im Erzgebirge einen Eisenbahnanschluss. Am 11. Mai 1858 wurde unter der Teilnahme des sächsischen Königs Johann und vieler anderer bedeutender Persönlichkeiten die Eisenbahnstrecke Schwarzenberg-Zwickau feierlich eingeweiht. Am 20.09.1883, also ganze 25 Jahre später, wurde mit der Strecke Johanngeorgenstadt-Schwarzenberg eine weitere regionale Eisenbahnlinie in Betrieb genommen. Seit dieser Zeit war die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt eng mit der Nutzung des Verkehrsmittels Eisenbahn verbunden. Im Jahr 2008 wurde während der Feierlichkeiten anlässlich der 150jährigen und 125jährigen Streckenjubiläen der beiden Linien eigens der Lehrpfad Alte Eisenbahn eingerichtet. Er soll allen Interessierten aufzeigen, wie die Eisenbahn in der Vergangenheit das Gesicht der Stadt geprägt und deren Aussehen verändert hat. Insgesamt sieben Informationstafeln informieren in Bild und Text auf der attraktiven und abwechslungsreichen, etwa zwei Stunden langen Wanderstrecke durch das Stadtgebiet. Der Verein Sächsische Eisenbahnfreunde e.V. hat sich wesentlich für die Realisierung und Gestaltung des Lehrpfades eingesetzt. Mit der Betreibung eines der bedeutendsten Eisenbahnmuseen Sachsens komplettieren und beleben sie das umfangreiche Angebot für alle Eisenbahnfreunde aus nah und fern.

Lehrpfad Fröbesteig

Der Lehrpfad (Fröbesteig Schwarzenberg) nimmt seinen Anfang unterhalb des ehemaligen Rittergutes Obersachsenfeld an einer Kaue. Schnitzfiguren, die sich wie auf einem Pyramidenteller drehen, stellen ehemalige traditionelle Berufe des Ortsteiles dar. Darunter befindet sich auch ein Bergmann mit einer Erzstufe in den Händen, der an den einstigen Bergbau in diesem Gebiet erinnern soll. Eine nebenstehende Übersichtstafel orientiert über den Verlauf des Wander- und Lehrpfades "Fröbesteig". Nach dem Weg bergaufwärts rechts entlang der Straße "Am Schloßwald", erreichen Sie bald vor einem Sägewerk die ersten Stollnmundlöcher. Das Mundloch des „Treue Freundschaft“ Stollns entdecken Sie unmittelbar am Ufer des Schwarzwassers. Daneben befindet sich ein wiedererrichtetes Absetzbecken der ehemaligen Farbenschlämme. Zwei Pfade führen den steilen Hang hinab. Etwas oberhalb der Straße im Wald, mit einem Steig verbunden, ist die Halde des "Rautenstock Stollns" zu sehen. Der Weg führt weiter zum alten Kalkwerk. Linksseitig der Straße in einem Garten befindet sich ein villenähnliches Gebäude, welches auf dem Unterbau des ehemaligen Kalkbrennofens errichtet wurde. Am Ende des Gartens führt ein schmaler Feldweg, der sogenannte "Grünhainer Weg", bergwärts. Beim genauen Hinsehen orten Sie links die Trasse, auf der vormals der Kalkstein abwärts zum Ringofen transportiert wurde. Danach erreichen Sie das Mundloch des "Neujahr Stollns", ehemals Förderstolln des untertägigen Kalkabbaues, und schließlich nach dem Waldrand die dazugehörige Binge. Wie auf einem Häuersteig führt der Weg bergan durch den Wald und über einen Feldweg zum gegenüberliegenden Waldstück. Ein sanft absteigender Waldweg mit einem Hinweis zu einem Abstecher zur Bärenhöhle, an der nach Überlieferungen der letzte Bär des Westerzgebirges geschossen wurde. Der weitere Wegführt bis zum sogenannten "Jagdhäuschen". Von hier aus verläuft der Lehrpfad bis zu Fundgrube Gelbe Birke. Er ist vom Waldrand an identisch mit dem Wanderweg, welcher eine rote Strichmarkierung trägt. Am Sauerwiesenbächel erreichen Sie die legendäre "Gelbe Birke Fundgrube". Sofort erkennbar sind die beiden Teiche und der "Anshelmplatz", etwas versteckt das Mundloch des Stollns. Den Weg bergaufwärts zum Breiten Feld" hin, zeigen Hinweistafeln die Standorte verstürzter Tagesschächte: Hermann-, Kalk-, Alexander- und Guckäuschelschacht. Anschließend führt wiederum ein Häuersteig links vom Bach talwärts. Eine Schutzhütte lädt zum Verweilen ein. Ein Wegweiser mit grüner Strichmarkierung zeigt den Weg zur historischen Köhlerhütte Fürstenbrunn. Im sumpfigen Waldgelände unterhalb liegt der "Rote Schacht", das 2. Lichtloch des „Treue Freundschaft“ Stollns. Am Oswaldbach entlang führt Sie im Talgrund die Straße in Richtung Schwarzenberg, Ortsteil Wildenau. Rechts, am Fuße einer steilen Halde, steht ein Häuschen, einst das Huthaus der „Treue Freundschaft Fundgrube“. Gleich hinter dem Haus versteckt sich das Mundloch des Carl Haidinger Stollns. Eine Besichtigung ist nicht möglich. Hoch oben auf der Halde stand vor Jahren die Kaue über dem Tagesschacht des Carl Haidinger Stollns, von den Einheimischen „Hummelslust“ genannt. Dieser Fahr- und Förderschacht diente dem „Treue Freundschaft“ Stolln gleichzeitig als erstes Lichtloch. Schließlich erreichen Sie im Ortsteil Wildenau wieder die Straße "Am Schloßwald". Bei der Einmündung des Oswaldbaches in die Große Mittweida befand sich im späten Mittelalter eine Waffenschmiede. Über den Wanderweg mit der grünen Strichmarkierung gelangen Sie zurück ins Stadtzentrum, entlang der Straße "Am Schlosswald" zum Ausgangspunkt. Am 30.06.2001 wurde dieser Bergbaulehrpfad in "Fröbe-Steig" umbenannt. Anlass war der 150. Geburtstag von Julius Ernst Fröbe.

Bergbausteig Seiffen

Für die Besucher von Seiffen und für Freunde des Bergbaues legte die 1984 von einigen Heimatfreunden gegründete Bergbauforschungsgruppe im Ortszentrum einen Lehrpfad mit der Bezeichnung "Historischer Bergbausteig" an. Dieser Bergbausteig beginnt am Eingang der "Geyerin" oberhalb der Kirche an der Deutschneudorfer Straße. Eine hier angebrachte Orientierungstafel erläutert den Verlauf des Bergbausteiges mit seinen 20 Stationen, an denen sich jeweils Schilder in der Form eines "Deutschen Türstockes" mit genauer Beschreibung zu den betreffenden Standorten befinden. Für die Begehung dieses Bergbausteiges werden ca. 1,5 Stunden benötigt. Er kann auch von der Pingenhalde aus in abgekürztem Verlauf ohne die Stationen 7-9 begangen werden.
Der Bergbausteig führt zu folgenden Stationen: 

Station 1: Standort des einstigen Huthauses der Zeche "Rothe Grube" 

Station 2: Gesamtüberblick über die Pinge "Geyerin", die 1934 zur Freilichtbühne ausgebaut und vorher schon für Schützen- und sonstige Vereinsfeste genutzt wurde. 

Station 3: Platz, an dem nach einem Bergbauriß vom Jahr 1841 ein Rösthaus gestanden haben soll  

Station 4: Blick zur Südwand der "Geyerin" mit einer Feuersetzstelle  

Station 5: Standort, an dem der "Johannis-Schacht" abgetäuft war, 22m östlich davon befand sich der "Heilige Dreifaltigkeits-Schacht"  

Station 6: Ehemalige Zeche "Rothe Grube". Davor Rohrstutzen einer 1965 niedergebrachten Tiefenbohrung bis 750m durch die Wismut AG  

Station 7: Pingenhalde mit Blick in das Seiffener Tal  

Station 8: Barockkirche, die 1779 geweiht wurde. Sie birgt viele bergbauliche Wahrzeichen aus Seiffens Vergangenheit.  

Station 9: Pingenweg mit Bergmannshäusern aus der Zeit von 1545-1843. An diesem Standort wird der Pingenweg vom "Johannis-Stolln" unterfahren.  

Station 10: Blick in die Pinge "Neuglück", de erstmalig 1570 urkundlich erwähnt wird.  

Station 11: Einstmalige Endstelle einer die Pinge in 22m Höhe überquerende Förderbrücke für den Transport der Zwittererze aus der "Geyerin". Sie wurde von Prof. Wilhelm Walther, dem Schöpfer des Dresdener Fürstenzuges, 1842 in einer Zeichnung festgehalten.  

Station 12: Das Neuglücker Pochwerk, auch als "Pingenhaus" bezeichnet, war das älteste, sicher auch das größte Pochwerk Seiffens.  

Station 13: Bergamt, das 1849 aufgelöst wurde. Von ihm ist nur noch der rechte Gebäudeteil, in dem die Schmelzhütte untergebracht war, im Original erhalten.  

Station 14: "Zwitterweg", auf einem alten Bergbauriß so bezeichnet, heute Pingen- und Bergmannsweg. An seiner rechten Seite standen 2 Pochwerke, die 1960 bzw. 1972 abgetragen werden mußten. Wegen der Pingennähe bestand Einsturzgefahr.  

Station 15: Dämme (Stau), zu der ein Pochwerksgraben das Aufschlagswasser für die Pochwerke führte. Am Abzweig dieses Pochwerkgrabens vom Seiffenbach (gegenüber dem Grundstück Hauptstr. 130) ist das Modell einer Pochstätte aufgestellt.  

Station 16: Huthaus der Grube "Reiche Hoffnung", das noch gut erhalten ist. Im Volksmund noch heute "Das Bethaus" genannt.  

Station 17: Bergmannssteig, früher als "Häuersteig" bezeichnet, verläuft hinter dem Huthaus zu den ehemaligen Zinngruben "Abraham" und "Altväter", sowie zu den Eisengruben am Ahornberg.  

Station 18: Halde der Grube "Reiche Hoffnung". Aus dem Zwittergestein dieser Grube wurden neben Zinn- auch Kupfererze gewonnen.  

Station 19: Ehemalige Bergschmiede, die zeitweise auch als Huthaus der Grube "Vogelsang" diente. Station 20: Bergbauhalden der Gruben "Vogelsang" und "Obergeyerin". Ende dieses Bergbausteiges.

Sehmatal Lehrpfad

Der 1986 angelegte Waldlehrpfad wurde 1997 auf eine Länge von 1400 m restauriert und mit weiteren Baumarten und Bodenplanzen ergänzt. Die Beschilderung wurde völlig erneuert. Die sechziger, siebziger Jahre waren im sächsischen Mittelgebirgsraum durch großflächiges Absterben der Wälder und deren Wiederaufforstung mit immissionstoleranteren " Ersatz- bzw. Übergangsbaumarten" gekennzeichnet. Unter enormen Anstrengungen der Forstleute konnte der Wald als Vegetationsform erhalten werden. Aus heutiger Sicht erkennen wir, dass diese Ersatzbaumarten wie z.B.: Blaufichte, Omorikafichte, Murraykiefer, unter den Bedingungen der Kammlagen die gestellten Erwartungen nicht erfüllen. Die vergangenen Jahrzehnte haben uns gezeigt, dass es durch die jährlichen Temperaturunterschiede wie Frost, Schnee, Eisanhang, Luftverunreinigungen zu Bruch- und Absterbeschäden an diesen Baumarten kam. Auch Insektenbefall durch nadelfressende und rindenbrütende Schädlinge trat verstärkt auf, wie z.B.: Raupenfraß der Kiefernbuschhornblattwespe an grünen Nadeln der Murraykiefer. Derartige Schäden waren bisher in diesen Höhenlagen nicht bekannt. Aus diesen Erkenntnissen wurden Schlußfolgerungen gezogen und es leitet sich davon ab, dass unsere heimischen Baumarten sich letzlich als wiederstandsfähiger erwiesen haben. Zu den einheimischen Baumarten gehören: Fichte, Tanne, Buche, Ahorn, Lärche, Eberesche, Weide, Birke. Jedoch hat ein großer Teil der hier vorgestellten nichteinheimischen baumarten für diese Übergangszeit als Vorwand ihre Aufgabe, hinsichtlich Schutz des Bodens und Sicherung des Waldhaushaltes erfülllt. Gegenwärtig besteht die Aufgabe, diese "Übergangsbestände" zu stabilisieren und langfristig in standortgerechte, naturnahe und ökologisch stabile Bestockungen zu überführen. An dieser verantwortungsvollen Aufgabe und deren Vollendung werden einige Generationen von Forstleuten beteiligt sein. Diese begonnene ehrgeizige Waldumbauprogramm beinhaltet außerdem die Sicherung der Nutzfunktion, der Schutzfunktion und der Erholungsfunktion des Waldes.

Lehrpfad Caminau

Am 27.05.2005 wurde der Totholzpark Caminau eröffnet. Dieses Areal reiht sich an das bereits 1999 angelegte Feuchtbiotop, das im Jahr 2000 fertig gestellte Ginster - Heide - Biotop einschließlich des dendrologischen Lehrpfades und an die seit 2005 existierende Pflanzensammlung "Arboretum sinensis" an. "Totholz ist Leben!" Totholz entsteht durch das Absterben von Bäumen und Ästen aufgrund biologischer oder physischer Ereignisse wie Brand, Blitzschlag, Windwurf oder Pilzbefall. Leider hat sich der Charakter der deutschen Wälder in den letzten Jahren sehr verändert, denn neue Forstwirtschaftsmethoden und das Anpflanzen von Monokulturen lassen keinen Raum für eine natürliche Waldentwicklung. Um ein "schönes" Waldbild zu erhalten, werden ganze Wälder "leergeräumt". So ist es nicht verwunderlich, dass viele Tiere und Pflanzen, die auf Totholz als Lebensraum angewiesen sind, vom Aussterben bedroht sind. Das zerfallende Holz bietet besonders kleinen Lebewesen wie Käfern Nahrung und Unterschlupf. Der Hirschkäfer oder auch der Nashornkäfer sind in der Zeit der Larvenentwicklung sogar unbedingt auf Totholz angewiesen. Von den Insektenlarven im Totholz ernähren sich wiederum viele einheimische Vögel, so z.B. der Specht. In das morsche Holz werden Nisthöhlen angelegt. Verlassene Höhlen nutzen später andere Vögel, Insekten und Fledermäuse als Nistplatz oder Sommer- /Winterquartier. Auch holzbewohnende Pilze zersetzen das Holz lebender und abgestorbener Bäume. Durch diesen Prozess entstehen ebenfalls große und kleine Hohlräume, die von Kleinsäugern und Vögeln besiedelt werden. Totholz bedeutet damit eine immens größere Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Eine Totholzanlage kann mit vergleichsweise geringem Aufwand, relativ kostengünstig und reversibel gebaut werden. So bietet sie sich sehr als Methode zur kurzfristigen Lebensraumaufwertung an und wurde deshalb auch in Caminau umgesetzt. Der gesamte Biotopverbund in Caminau erstreckt sich auf 33 Hektar und kann täglich von 8.00 - 20.00 Uhr zu Fuß oder per Rad - ohne Eintritt - besichtigt werden.

Lehrpfad Lohsa

In Friedersdorf, an der Straße Lohsa - Mortka, fällt eine Gruppe gewichtiger Findlinge auf, die einen sehenswerten geologischen Lehrpfad eröffnet. Der größte Brocken wiegt ungefähr 40 Tonnen und stammt wie die meisten der 110 anderen Steine des Lehrpfades aus Lohsaer Tagebauen. Die Findlinge sind während der Elstereiszeit vor rund 500 000 Jahren durch mächtige Gletscherströme aus Skandinavien hergebracht worden. Sie störten den Tagebaubetrieb, wenn sie wegen ihres Umfanges von den Baggern nicht bewältigt werden konnten, wurden sie gesprengt und mit dem Abraum verkippt. Herrn Wilfrid Sauer aus Lohsa ist es nach langen Bemühungen gelungen, die bedeutendsten Steine bergen und nach Friedersdorf bringen zu lassen. Seit 1983 bilden sie für die Besucher des Silbersees aber auch für Geologen lehrreiche Studienobjekte, weil sie angeschliffen und bezeichnet sind.

Naturlehrpfad Litzenteich

Ein tolles Wanderziel in der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ist der Naturlehrpfad ´´ Litzenteich´´. Von Radibor aus wandern wir an den Mühlhäusern vorbei, unterqueren eine Bahnschiene und befinden uns sogleich in einer üppigen Acker- und Wiesenlandschaft. Der Lehrpfad, den links alte Eichen säumen, führt zunächst am Neuteich vorbei. Er ähnelt eher einer Wiese wegen seines Schilfwuchses, in dem sich zahlreiche Wasservögel tummeln. Sehen wir nach rechts, erblicken wir die Brohnaer Schanze, eine alte Befestigungsanlage, und in der Ferne Luppa. Nun durchqueren wir einen schmalen Waldgürtel, machen Rast an einem Wiesenschlauch, erreichen nun den Litzenteich. Das Naturschutzgebiet umfasst 27 ha. 1974 wurde es unter Schutz gestellt, um dieses Wasservogelbrutgebiet zu sichern. An verschiedenen Lehrtafeln kann man nachlesen, dass hier 70 Vogelarten brüten, unter anderem die Lachmöwe, der Haubentaucher und viele mehr. Wir weilen immer nur kurz, denn Störungen wollen wir vermeiden. Bald erreichen wir eine Wald - Wiesen - Grenze. Nach rechts führt der Weg nach Luppa. Wir biegen aber links ab in Richtung Quoos. Jetzt kommen wir an einer schönen Roteichenallee vorbei. Die Kronen dieser riesigen Bäume bieten uns kurz Schutz vor dem einsetzendem Regen. Schon bald erreichen wir Quoos. In der Dorfmitte biegen wir links ein und wandern am Waldrand entlang zurück nach Radibor. Etwa 3 Stunden dauerte diese lehrreiche Wandertour.

Planetenweg Sohland

Viele Besucher der  Sohlander Sternwarte sind immer wieder von den scheinbar unendlichen Weiten und Größen im Weltall fasziniert. Damit verbundenen Zahlenwerte überfordern oft unsere Vorstellungskraft. Mit dem Sohlander Planetenweg sollen Dimensionen im Kosmos ein wenig begreifbar werden. Kaum jemand kann sich z.B. die Entfernungen in unserem Sonnensystem vorstellen. Dieses ist jedoch nur ein winziger Ausschnitt des Universums. Der Sohlander Planetenweg ist ein räumliches Modell unserer kosmischen Heimat, im Maßstab ca. 1:1,4 Miliarden. Ausgangspunkt ist das Relief des Sonnensystems auf dem Sternwartenberg. Von hier führt der Weg zu den liebevoll gestalteten Schautafeln, auf denen die einzelnen Planeten Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun mit einem leicht verständlichem Text präsentiert werden, bis zu der einer guten Wegstunde entfernten Prinz-Friedrich-August-Baude (469 m NN), wo eine Tafel letztlich über Pluto , den bisher äußersten bekannten Planeten im Sonnensystem, informiert. Ein besonderes Merkmal ist auch, dass die Anschauungstafeln nicht nur über Dimensionen der Planeten informieren, sondern auch die dort anzutreffenden physikalischen Bedingungen beschreiben, welche vor allem in den letzen Jahrzehnten durch den Einsatz der Raumfahrttechnik gewonnen wurden. Die Tafeln sind zudem auch noch in tschechischer Sprache geschrieben, damit auch Gäste und Besucher aus unserem Nachbarland sich über die Ausmaße unseres Sonnensystems informieren können. Am Ende des Planetenweges beginnt der Naturlehrpfad der über Flora und Fauna unseres Landschaftsgebietes informiert. Damit besitzt Sohland einen großen Himmel und Erde verbindenden Lehrpfad als Freizeit- und Wandervergnügen für Jung und Alt, verbunden mit einer kleinen Bildungsreise. Dabei geht es nicht nur um Astronomie und Biologie, sondern der Besucher lernt auch gleichzeitig auch reizvolle Ecken unseres anmutigen Ortes, sowie die nähere und weitere Umgebung kennen. So hat man z.B. vom Turm der Prinz-Friedrich-August-Baude einen herrlichen Ausblick in das umgebende Bergland. Bei guter Fernsicht rücken Iser- und Riesengebirge in "Greifbare Nähe"!

Verzeichnis Sächsische Lehrpfade

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Zwickau

Wanderfreunden und Gästen mit Interesse am Bergbau ist der Natur- und Bergbaulehrpfad „Zum Hohen Forst“ zu empfehlen. Auf einem 5 km langen Lehrpfad kann man über 700 Jahre alte Zeugnisse des Silberbergbaus kennenlernen. Weitere Informationen bieten 12 Schautafeln, die Ihnen Einblicke in die regionale Bergbaugeschichte geben. Für geführte Wanderungen ist der Leiter der Ortsgruppe des Naturschutzbund Deutschland e.V. /Landesverband Sachsen Ortsgruppe Kirchberg zuständig. Tel. 037602 6032

Bergbaulehrpfad zum Zwickauer Steinkohlerevier

Es wurde ein ca. 2,5 km langer Lehrpfad zum Steinkohlenbergbau angelegt, er verläuft Wesentlichen auf den Fluren Bockwa und Oberhohndorf. 16 Schautafeln erinnern verschiedene Bergwerksanlagen, von denen jedoch nur noch Reste erkennbar sind. Ansprechpartner für Führungen ist der Vorsitzende des Steinkohlebergbauvereins. Tel. 0375 474196

Städtisches Museum Zwickau
Tel. 0375 834510

Das Städtische Museum bietet in seinen Kunstsammlungen reiche Bestände an Kunstwerken vom 15. Jh. bis in die Gegenwart. Einen besonderen Platz nehmen dabei die Werke des in Zwickau geborenen Künstlers Max Pechstein ein. Weiterhin gibt es eine stadtgeschichtliche Sammlung , eine Ausstellung zur Mineralogie/ Geologie und mehrmals wechselnde Sonderausstellungen. Im selben Gebäude befindet sich die über 500 Jahre alte Ratsschulbibliothek, eine der ältesten öffentlichen Bibliotheken Deutschlands.

Hohendorf -Geologischer Pfad

Vom südöstlichen Dorfrand des Ortsteiles Hohendorf, an der oberen Kippe des Tagebaues Schleenhain senkt sich allmählich ein interessanter Lehrpfad etwa 1,5 Km zum nächsten Dörfchen Kleinhermsdorf. Im Zuge der Wiederurbachmachung von Landschaften bzw. Kippen, die durch den jahrzehntelangen Braunkohlenabbau beeinflusst waren, sollte ein Rad- und Fußweg an besagtem Terrain gebaut werden. Auf Initiative von engagierten Natur- und Heimatfreunden der damaligen Gemeinde Berndorf wurde dann, vor ca. 20 Jahren, der Vorschlag zur Errichtung eines geologischen Lehrpfades realisiert. Das damalige Braunkohlenwerk Regis und später die Mibrag gaben hier die entsprechende Unterstützung. Ab 1989 wurden 186 Findlinge aus den nahen Tagebauen antransportiert und entsprechende Sitzgelegenheiten (sog. Rehraufen) aufgestellt, Im Laufe der Zeit erfolgten immer wieder Aufwertungen dieses, in unserer Gegend, einmaligen Lehrpfades. Kastanienbäume wurden gepflanzt und ein Großteil der Findlinge geologisch bestimmt und mit Hinweistafeln versehen. Große Infotafeln zu Flora und Fauna, zur Herkunft der Gesteine und zur eiszeitlichen Situation wurden aufgestellt. Hierzu lieferten Schüler des Groitzscher Wiprechtsgymnasiums entsprechende gestalterische Entwürfe. Nach teilweisen Zerstörungen konnte der neu gestaltete Lehrpfad im Mai 1999 der Bevölkerung wieder übergeben werden. Seitdem wurden immer wieder gezielte Ergänzungen und Erneuerungen vorgenommen. Heute gehört dieser Lehrpfad zur Länderübergreifenden "Mitteldeutschen Straße der Braunkohle" und ist Ziel vieler Exkursionen, natürlich auch der Mibrag. Das ehemalige Kippengelände an der westlichen Markscheide des ehem. Tagebaues Schleenhain zwischen Lucka und Großstolpen ist mittlerweile zu einem interessanten Rekultivierungsbereich geworden

Lehrpfad "Pfad des Baumes"

Zwischen Hohendorf und Neuem Geyersberg wird dem Wanderer naturkundliches Wissen vermittelt. Im Rahmen der 900-Jahrfeier des Groitzscher Ortsteiles Hohendorf im Jahre 2005 wurde auf ca. 1,5 km Länge ein weiterer Lehrpfad aus der Taufe gehoben, der nun mehr als eine besondere Attraktion im ehemaligen Kippenbereich des Tagesbaues Schleenhain zählt. Auf Initiative von engagierten Natur- und Heimatfreunden aus Hohendorf und Groitzsch wurde in Vorbereitung des o.g. Jubiläums zwischen Hohendorf und dem Neuen Geyersberg ein "Pfad des Baumes" angelegt, der den südlich gelegenen geologischen Lehrpfad in gewissem Sinne nach Norden fortsetzt. Bis zur Eröffnung dieses Pfades im Sommer 2005 waren 15 der bereits nominierten "Bäume des Jahres" auf diesem Areal vorhanden, und bis zu diesem Jahr wurden weitere Bäume gesetzt, wie 2005 die Roßkastanie, 2006 die Schwarzpappel und 2007 die Waldkiefer, die von der MIBRAG gesponsert wurde. Jedes Jahr wird von einem deutschlandweiten Kuratorium ein "Baum des Jahres" bestimmt. Dazu gibt es für jeden ausgesuchten Baum bestimmte Kriterien. Die 19 "Bäume des Jahres" erhielten entsprechende Hinweistafeln, deren Texte u.a. auf Vorkommen, Holzeigenschaften, Verwendung, Mythologie usw. Bezug nehmen. Diese Texte wurden von Schülern der 11. und 12. Klasse des Groitzscher Wiprecht-Gymnasiums erstellt. Ebenso gestalteten sie drei große Infotafeln zu Flora, Fauna und Tagebausanierung, die am oberen Fuße des Neuen Geyersberges mit Hilfe des Groitzscher Bauhofes aufgestellt worden sind. Finanziert wurde das Ganze von der Umwelt- und Sparkassenstiftung und der Stadtverwaltung Groitzsch. Einheimische Firmen realisierten die Schildererstellung.

Naturlehrpfad "An den sieben Teichen"

Der biologische Naturlehrpfad "An den sieben Teichen" präsentiert sich als ein Rundgang von ca. 4 km Länge und führt vom Sportplatz Reichstein durch den "Gutsgrund" entlang von Teichen, welche im 16. Jh. Als Fischzuchtteiche angelegt wurden. Dieses Gebiet ist heute ein wertvolles, artenreiches Feuchtbiotop, welches unser aller Schutz bedarf! Vom 442,1 m NN hohen "Schleiferberg" hat man einen lohnenden Ausblick auf Rosenthal und den "Hohen Schneeberg" (CR). Auf der Alten Rosenthaler Straße gelangen wir nach etwa 1,5 h zurück zum Ausgangspunkt und bewältigen dabei einen Höhenunterschied von ca. 80 m. Das Waldhufendorf Rosenthal zählt zu den ältesten Ansiedlungen unserer Gegend und wurde 1356 erstmalig erwähnt. Es ist eine Gründung deutscher Siedler unter dem Schutz des Deutschritterordens, welcher im Auftrag des Königs von Böhmen kolonisierte. Nach seiner böhmischen Zugehörigkeit kam das Dorf 1503 zu Sachsen. Der "Hohe Schneeberg" (Děčínský Sněžník) ist mit 723 m der höchste Berg der sächsisch- böhmischen Schweiz und bietet vom "Dach des Elbsandsteingebirges" lohnende Fernsichten nach Böhmen und Sachsen. Zu erreichen über den touristischen Grenzübergang (Fußgänger und Radfahrer) im Süden Rosenthals

Natur-Lehrpfad Elbaue

Das schlimme Hochwasser im August 2002 verwüstete auch die ­Hei­denauer Kleingartenanlage „Elb­­aue“. Die Gartenfreunde krempelten die Ärmel hoch, beseitigten die Schäden in ihren Gärten und gestal­teten den öffentlichen Bereich neu. Pfingsten 2005 eröffneten der Präsident des Landesverbandes Sachsen der Kleingärtner, Peter Paschke, und der Vorsitzende des Vereins, Gunther Zschernig, im Beisein einer Delegation des Landesverbandes Bremen der Gartenfreunde einen neu geschaffenen Naturlehrpfad. Er umfasst viele Stationen: Auf einer bunten Blumenwiese sind ein großes Insektenhotel, ein Flor­fliegenkasten, Ohrwurmtöpfe, ein Hummelkasten, Totholzhaufen, eine Unterkunft für Laufkäfer, eine Kräuterspirale mit Igelbau und verschiedene Nistkastentypen zu sehen. An jeder Station informieren didaktisch ansprechende und aussagekräftige Tafeln über die Themen und weisen auch auf die große Bedeutung der Nützlingsförderung hin. Der Lehrpfad wurde seit seiner Eröffnung sehr gut von Gästen, Schülern und Kindergartengruppen besucht. Auf Anmeldung können auch Führungen organisiert werden. Die Kleingartenanlage liegt in Heidenau, unmittelbar an der Elbstraße, unweit des internationalen Radwanderweges „Hamburg – Prag“.

Naturlehrpfad Guttauer Teiche

Der Naturlehrpfad beginnt am Ortsausgang von Guttau und führt als Rundweg von 6 km Gesamtlänge an Fischerteichen der Guttauer Teichgruppe vorbei, hin zum Aussichtsturm und weiter nach Wartha, wo man sich bei dieser Gelegenheit gleich das Schulmuseum ansehen kann. Von Wartha aus geht es weiter zum Olbasee, der bei warmem Wetter nicht nur zum Baden einlädt. Der Naturlehrpfad weist 15 thematische Stationen auf, an denen es eine Menge zu sehen, zu lernen und zu erleben gibt. Er ist eine ideale Ergänzung zur Fischereiausstellung.

Lehr- und Wanderpfad Wildenfels

Die Wander- und Informationstour beginnt im Schloss mit dem Besuch der historisch-geografischen, geologisch-naturkundlichen Ausstellung zum Thema: "Wildenfelser Zwischengebirge - Lebensraum Steinbruch". Hier kann man die seltenen Pfanzen- und Tierarten an Hand von Modellen und naturkundlichen Präparaten in Vitrinen betrachten und mehr über die geologischen Beschaffenheiten erfahren, die im Zwischengebirge und den Steinbrüchen vorkommen. Von der ersten Informationstafel im Schlossgarten führt der ca. 4,5 km lange Lehr- und Wanderpfad zum Kalkbrennofen in Schönau, zu den Karsthöhlen im Schwarzen Marmorbruch und vom Kalk-Ringbrennofen in Grünau, vorbei am Roten Marmorbruch wieder nach Wildenfels. Sie vermittelt nicht nur den "Lebensraum Steinbruch" mit seiner vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt, sondern der informative Wanderweg verbindet auch alle historischen, technischen und Naturdenkmale in einem Rundweg, der von Wildenfels über Schönau, Grünau und zurück nach Wildenfels führt. Die Wegführung ist ausgeschildert. Die entlang der Wanderroute aufgestellten 9 Tafeln, informieren über alles wissenswerte zu den einzelnen Stationen. In einer vom Direktor des Blankenhainer Museums verfassten Broschüre ("Geographie und Geschichte der Kulturlandschaft - Museum in der Landschaft - Wildenfelser Zwischengebirge" Heft 13) sind Wissenswertes, in umfassender wissenschaftlich fundierter Weise, über das Wildenfelser Zwischengebirge, die Wegeführung und den Inhalt aller Tafeln beschrieben.

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