Burgen & Schlösser
Schloss Oderwitz
Seit 1949 präsentiert sich das Gebäude als attraktive Jugendherberge, die sich über Jahre hinweg großen Zuspruchs erfreut. Sie ist ganzjährig geöffnet und auf Grund ihrer Lage und Räumlichkeiten besonders für Familien und Sport- oder Musikgruppen geeignet. Auch die Nutzung für Familienfeiern ist möglich. Sie ist im repräsentativsten Gebäude des Ortes, dem unter Denkmalschutz stehenden Herrenhaus der ehemaligen Rittergutsherrschaft, untergebracht. Der Gutsherr und Amtshauptmann Freiherr von Beschwitz ließ das Gebäude mit seinen großzügigen Außenanlagen im Jahr 1908 in wunderschöner Ortslage erbauen. In Familienbungalows mit Aufenthaltsraum, Schlafraum und separater Sanitärzelle werden zusätzlich mehr als 70 Saisonbetten angeboten. Das weitläufige Außengelände ist mit Volleyball-, Grill- und Lagerfeuerplatz ausgestattet und bietet ideale Voraussetzungen für Sport, Spiel und Erholung. Ein Kinderspielplatz rundet das Ganze ab.
Mengelsdorf (Reichenbach/Ol.)
Am Fuß des Hutberges, 300 Meter über dem Meeresspiegel, liegt mit einer Größe von 8,9 km² der Ort Mengelsdorf . Landwirtschaft und kleine Handwerksbetrieb prägen das Ortsbild. Besonders sehenswert ist das ehemalige Schloss, das zwischen 1860 und 1870 im Tudorstil errichtet wurde. Heute befindet sich dort eine Sozialtherapeutische Wohnstätte der Caritas.
Meuselwitz (Reichenbach/Ol.)
Besonders sehenswert ist in Krobnitz das restaurierte Schloss mit einem wunderschönen Park im englischen Stil. Im Park befindet sich die Gruft der Familie des ehemaligen preußischen Kriegsministers von Roon. Das Schloss ist vielseitiger Ort der kulturellen Begegnung. Mit seinem Museum lässt es die preußische Geschichte in Sachsen erlebbar werden. Konzerte, Theater und kulturelle Großveranstaltungen lassen dort zu einem einzigartigen Highlight der Region werden. Zunehmend wählen Hochzeitspaare Schloss Krobnitz für ihren schönsten Tag im Leben. In den letzten Jahren konnte der Ort Meuselwitz durch gezielte Investitionen sehr attraktiv gestaltet werden.
Dobschütz (Vierkirchen)
Der Ort Dobschütz liegt an der S 122 zwischen Niesky und Löbau sowie der S 124 zwischen Niesky und Reichenbach/O/L. Das Wasserschloss diente vermutlich als Wasserburg im Jahre 1174 König Wladislaw II. als Zufluchtsort. 1218 übernahm den Besitz die Familie von Debschitz, deren Wappen über dem Eingang zu finden ist. Im Jahre 1280 ist ein Hugo de Dobswize auf dem Herrensitz urkundlich nachweisbar. Mitte des 19. Jh. wurde es umgebaut und präsentiert sich seitdem in neugotischer Form. Döbschütz gehörte verwaltungsmäßig bis 1993 zur Gemeinde Melaune. Das am Schwarzen Schöps befindliche Wasserschloss, beherbergt heute ein Spielzeugmuseum, mit einem angrenzenden großen Gutshof, einer sogenannten Hoferehde. In verschiedenen Veröffentlichungen gilt es als älteste Anlage ihrer Art in der Oberlausitz. Teile des Mauerwerks sollen bis in das 12. Jh. zurückreichen.
Buchholz (Vierkirchen)
Der Ortsname, ursprünglich Krischa, ist erstmals um 1305 als Chrisow bekannt (altsorbisch Krisov) und erhielt im Zuge der "Eindeutschung" 1936 den Ortsnamen Buchholz. Das am Ende des Straßenangerdorfes befindliche Rittergut wurde 1936 - 1938 teilweise aufgesiedelt. Die Ziegelei und die Brennerei wurden vom Gut abgetrennt und privatisiert. An das Schloss schließt sich ein großer Park mit alten Laubbäumen an. Spaziert man am Bach entlang Richtung Westen verbindet dieser drei große, schöne Teiche miteinander. Hinter der restaurierten Schule erhebt sich der schlichte Bau der Kirche. Neben ihr steht das Pfarrhaus von 1703, in dessen Hof sich ein spätmittelalterliches Steinkreuz mit Einritzung einer Lanze befindet. Gemeinsam mit der alten Schule bilden die drei Gebäude ein Ensemble des ländlichen Barock.
Arnsdorf (Vierkirchen)
Im Jahre 1856 ließ der Herr von Nostitz in Arnsdorf ein Schloss erbauen. An der Grenze des Schlossbereichs erhebt sich der zweigeschossige, langgestreckte barocke Bau der früheren Schlossgärtnerei mit auffälligem Mansardendach. Die Restaurierung konnte im 2001 abgeschlossen werden.
In der Kirche, ein spätromanischer Saalbau, die in der ersten Hälfte des 13. Jh. entstand, hat sich ein spitzbogiges mittelalterliches Granitportal erhalten. Auf das Jahr 1584 geht die bemalte Felderdecke im Saal zurück, die auf einem hölzernen Mittelpfeiler ruht.
In der Kirche, ein spätromanischer Saalbau, die in der ersten Hälfte des 13. Jh. entstand, hat sich ein spitzbogiges mittelalterliches Granitportal erhalten. Auf das Jahr 1584 geht die bemalte Felderdecke im Saal zurück, die auf einem hölzernen Mittelpfeiler ruht.
Spreewiese
Die mittelalterliche Wasserburg wurde 1557 durch Franz von Nostitz zu einer vierflügeligen Renaissanceanlage erweitert, mit eindrucksvollem Arkadeninnenhof. Die Fassaden erscheinen mit paarweise angeordneten Fenstern mit weiten profilierten Renaissancegewänden und sind zum Teil mit Ziermotiven (Rosetten) versehen. Das repräsentative Portal mit Schlußstein (Wappeninschrift: "Friedrich Caspar v. Gersdorf 1729" mit dreiläufiger Freitreppe stammt von 1729, als der Bautzener Oberamtshauptmann Friedrich Caspar von Gersdorff Besitzer des Schlosses war. Südlich des Schlosses erstreckt sich eine naturbelassene Parkanlage, in die vier Teiche einbezogen sind. Zusammen mit den nördlich gelegenen Wirtschaftsgebäuden des 18. Jahrhunderts stellt die Anlage ein historisches Gesamtdenkmal dar. Das Schloss ist im Ortsteil Spreewiese gelegen und befindet sich in Privatbesitz. In ihm können Trauungen im Arkadeninnenhof des Gebäudes vorgenommen werden. Brautpaare aus Nah und Fern schätzen hier das stilvolle Ambiente.
Schlossgut Schkade
Das ehemalige «Rittergut Baschütz»... ...wurde im Zuge des frühen deutschen Landsausbaus erbaut. Das geschah, da verlässliche Quellen fehlen, vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert. Damit ist zugleich die Gegenwart eines deutschen Ritters unbekannten Geschlechts anzusetzen. Baschütz ist aber nicht aus einer slawischen Ansiedlung entstanden, wie das bei vielen Dörfern im Bautzener Land der Fall war, sondern wurde im Zuge des frühen deutschen Landausbaus errichtet. Im 15. Jahrhundert wurde Baschütz als in mehrere Teile zerfallen genannt. Besitzer dieser Gutsteile waren damals die «von Pannewitz auf Königswartha», die «von Nadelwitz» und die «von Penzig». 1596 verkaufte ein Hans Schlichtigk seinen Baschützer Anteil für 1500 Mark dem Bautzener Domkapitel, welches 1598 die Weitergabe an Rudolph von Rechenberg vornahm. Das geschah fast 300 Jahre nach der Nennung der ältesten Ortsnamenüberlieferung, die mit «Poswicz» auf das Jahr 1349 zurückzuführen ist. Die sorbische Ortsbezeichnung «Bosecy» geht nach namenskundlichen Forschungen auf einen Familien- oder Vornamen zurück. Die Teilung des Ortes, als Besitzgut betrachtet, spricht unter anderem auch dafür, dass in der Frühzeit des Ortes ein Rittergut in Form ausgeprägter Baulichkeiten vermutlich nicht bestanden hat, weil Eigentümer nicht im Ort ansässig waren. Das änderte sich später, wofür die Verleibgedingung der Gattin des «Sigismund von Pentzig auf Baschütz» im Jahre 1563 Anhaltspunkt sein könnte. Der schon genannte «Rudolph von Rechenberg zu Crostau und Kleinbautzen, kaiserlicher Rats- und Landeshauptmann», verkaufte von seinem Anteil Baschütz, zwei Bauern und sechs Güter an den Hoyerswerdaer Amtsmann Hans Göllner. Dazu gehörten aber auch Teile von Zieschütz, welches dabei als Gut und Vorwerk Erwähnung fand.Die anderen Anteile des im wahrsten Sinne des Wortes zerpflückten Baschütz, nämlich beide Güter (Zieschütz und Baschütz) kaufte 1648 der Bautzener Bürgermeister Dr. Andreas Bernhard Lehmann. Doch schon zuvor hatte das heutige Gut, das damals als Vorwerk bezeichnet wurde, mit einem Teil von Baschütz dem Rat zu Bautzen gehört.Bemerkenswert der Wechsel vom Adel an das Bürgertum und umgekehrt, obwohl Lehmann nicht von Adel und auch eine spätere Erhebung in den Adelsstand nicht bekannt ist, wurde er 1684 mit den Besitzen belehnt. Nach seinem Tod fielen Baschütz und Zieschütz an seinen Sohn Johann Christian Lehmann, Professor Dr. med. in Leipzig. 1705 verkaufte dieser beide Güter an seinen Bruder «Dr. med. Joachim Gottlieb Lehmann auf Niederkaina», zugleich kurfürstlicher Bergrat, für 5000 Taler. Judith Rebekka Wagner, seine Witwe, und mit dem russischen Generalmajor Christian Ludwig von Heydenreich wiedervermählt, erbte die Güter nach dem Tod des Gatten 1729. Nach ihrem Ableben 1760 fiel Zieschütz zu gleichen Teilen an alle 3 Kinder aus erster Ehe und Baschütz an den Sohn Christian Ludwig Lehmann. Als dieser 1773 starb, hatte er durch Übertragung der geschwisterlichen Anteile sowohl Baschütz als auch Zieschütz in seiner Hand vereinigt. Er hinterliess 3 Söhne, die alle als adelig bezeichnet wurden. Sie verkauften beide Güter an ihre Mutter, Witwe Rahel Christiane Lehmann, eine geborene Aster. 1790 verkaufte sie für 10720 Taler die Güter an Johann Cubasch in Baschütz. Die Geschichte von Baschütz ist also nicht verworren, zumal immer Zieschütz mit einegebunden ist. Historischer Streitpunkt ist aber der Lehmannsche Adelsstand. Die Nachkommen von Johann Cubasch, der 1807 starb, blieben im Besitz von Baschütz, das 1846 die Allodifikation erhielt. Im Mai 1813 musste Baschütz während der Schlacht bei Bautzen schwere Schäden hinnehmen. Der heutige Ortsteil Baschütz bildet mit seinem Herrenhaus am «Schkade-Gut» und der vor 160 Jahren gebauten Schule ein Geschichtszentrum in der sehr weit auseinandergezogenen Gemeinde. Unmittelbar nördlich von Jenkwitz liegt der «Monarchenhügel», wo sich in der Schlacht bei Bautzen im Mai 1813 die Oberhäupter von Russland, Österreich und Preussen trafen, um den Kampfverlauf zu verfolgen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit hat ein Schkade Vorfahre ein Familien-Wappen in Auftrag gegeben, denn adlige oder hšhere bŸrgerliche Wurzeln liessen sich nirgendwo nachweisen. So entstammte Hermann Schkade (1870 - 1937) der Pfarrfamilie aus Weigersdorf / Baruth. Trotz der zweifelhaften Herkunft gehšrt es vermutlich seit 100 Jahren zur Familie und hat damit gewissermassen einen Gewohnheitsstatus erlangt.
Gröditz
In nordwestlicher Richtung Weißenbergs befindet sich mit seinen ehemaligen Ortsteilen Weicha, Wuischke und Cortnitz das Dorf Gröditz. Im Norden von Gröditz, durch einen Wall geschützt, verläuft die Bundesautobahn BAB4. Imposanter Blickfang von allen Seiten ist die Kirche, welche schon von weitem grüßt. Auch nachts, wenn die Kirche angestrahlt wird, ist diese immer einen Blick wert. Vom "Alten Berg" her hat man einen wunderschönen Blick auf die Oberlausitzer Bergkette des Czorneboh. Das Gröditzer Schloß war bis Ende 2007 Sitz einer psychatrischen Klinik. Seit dem Jahr 2006 steht es im Eigentum eines Nachfahren der letzten Eigentümer. Der Verein Pro Gröditz bemüht sich seither um die Entwicklung eines Nutzungskonzeptes unter Einbeziehung der Schanze, der Gröditzer Skala und des gesamten Ortes Gröditz. Unterhalb des Schloßes zieht sich entlang am Löbauer Wasser bis hin zu den Ortsteilen Weicha und Wuischke ein herrlicher Auenwald hin, die Gröditzer Skala.
Nostitz
Südlich von Weißenberg befindet sich der Ortsteil Nostitz. Zuhörig zu Nostitz ebenfalls die Orte Grube und Spittel. Durch die gute Einbettung der Orte in die hügelige Landschaft lädt diese besonders zum Spazierengehen und Wandern ein. Kleine Betriebe und Eigenheime aus älterer und jüngerer Zeit prägen das vorwiegend landwirtschaftliche Bild. Zum Besuch lädt ebenfalls die für Besucher erwähnenswerte alte Schloßruine, welche unmittelbar neben der Kirche gelegen ist, ein. Unweit der Schloßruine kann der Besucher das ehemalige Rittergut zu Nostitz mit Pferdestall besichtigen. Der nach 1813 erbaute Pferdestall ist mit seinen auf Granitsäulen ruhenden Kreuz- und Tonnengewölben ein architektonisches Merkmal der Region.
Wurschen
Unmittelbar an der S111 Weißenberg-Bautzen befindet sich der Ortsteil Wurschen, der einstmals mit den Ortsteilen Nechern, Belgern und Neubelgern eine Einheitsgemeinde war. In Wurschen befindet sich ein altes Wasserschloß. Das Schloß wurde vor einigen Jahren von der gräflichen Familie zu Solms-Sonnenwalde, deren Vorfahren bereits in Wurschen lebten, erworben und kürzlich saniert und wieder hergerichtet. Wurschen ist ein recht geschichtsträchtiger Ort, welcher in den napoleonischen Kriegen (Schlacht bei Wurschen 1813) heftig umkämpft war.
Rötha
Von 1584-1592 war die Stadt Rötha selbst im Besitze des Rittergutes. Mehrfach wurde es zum Kauf angeboten, weil offenbar der schlechte Zustand des Gutes die Käufer abschreckte. Im Jahre 1592 kaufte es schließlich der herzoglich altenburgische Geheime Rat, Hofmarschall und Amtshauptmann zu Ronneburg, Carol von Friesen. Seitdem, also fast 350 Jahre, ist das Gut in dem Besitze seiner direkten Nachkommen geblieben. Als die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges über Stadt und Burg hinweggegangen waren, machte der gefährliche Zustand des Hauses und die verfeinerten Bedürfnisse seiner Bewohner einen Umbau nötig. Nachdem die Vorarbeiten geleistet waren, fertigte der Bauschreiber Christian Bodenstein aus Weißenfels den Grundriss für den Neubau an, der 1688 fertig gestellt wurde. Bei diesem Neubau wurden Teile der alten Burganlage, und zwar am Südwestflügel, mit verwendet, auch stammt ein alter Saal im Untergeschoss noch aus früherer Zeit. Beim Einbeziehen der alten Teile verfuhr man reichlich willkürlich, indem man ohne Rücksicht auf die bestehende alte Unordnung der Fenster einfach aufstockte und offenbar noch Bestehendes zum Nachteil der Stabilität des Neubaus auch dort verwendete, wo ein gänzlicher Abbruch besser gewesen wäre. So weist die völlig neuerbaute Vorderfront die nach Osten gekehrt ist ein vollkommen einheitliches Gepräge auf, während man es den übrigen Fronten, vor allem der Südweststrecke teilweise ansieht, dass der neue Schlossbau der alten Burganlage aufgezwängt wurde. Das Schloss erhielt vier Eckpavillons und einen auf die Vorderseite aufgesetzten Hauptturm, an welchem eine große steinerne lateinische Inschrift Kunde gibt vom Erbauer und dessen Gemahlin. Im zweiten Obergeschoss erstreckte sich der Festsaal über die gesamte Breite des Hauses. Für das Treppenhaus vom zweiten Stock in die Bodenräume verwendete man eine Holztreppe mit einer gedrehten eichenen Spindel, die offenbar ebenfalls aus dem alten Bau übernommen wurde. Da der alte Wehrbau einem Zweck- und Repräsentationsbau zu weichen hatte, so konnte, da der Baugrund es anders nicht zuließ, der Erbauer nicht in die Tiefe und Breite gehen, er musste vielmehr sich in die Höhe wenden. Der Bau macht in seinen einfachen und wuchtigen Linien einen sehr monumentalen Eindruck, der früher noch stärker gewesen sein mag, als sich das Schloss im Wasser des jetzt völlig zugeschütteten Wallgrabens spiegelte. Zeitgleich mit der Errichtung des Schlosses erfolgte nördlich die Anlage des barocken Schlossgartens, der mit einer Orangerie abschloss. Die Anlage erinnerte insgesamt an alte Wasserburgen. An den künstlich gefassten Kanälen befanden sich Alleen zum Lustwandeln. Um das Jahr 1723 erfolgte die weitere Ausbildung des Schlossgartens, der um 1750 noch einmal erweitert wurde. Der Garten diente zur damaligen Zeit in erster Linie den herrschaftlichen Vergnügungen. Wasser spielte immer eine wichtige Rolle bei der Gestaltung. Ein Wasserbecken wurde angelegt und die sogenannte kleine Pleiße in einem offenen Kanalsystem durch und um den Garten geleitet. Die Besitzer von Rötha brachten der Gartenkunst in den verschiedenen Epochen lebhaftes Interesse entgegen. Vom damaligen Glanz des Schlossgartens ist heute leider nichts mehr erhalten, denn die Parkeigentümer gingen mit dem Zeitgeist und begannen die Anlage 1839 zu einem Landschaftspark umzugestalten. Heute ist von der ursprünglich barocken Anlage nur noch die nach Norden gerichtete Hauptachse vorhanden, sowie der Kanal (Kleine Pleiße), der sich durch den Park zieht. An die Stelle des Wasserbassins trat ein Teich. Im Westen des Parkes befinden sich ausgedehnte Wiesen und Weiden, die sich bis zur Pleiße erstrecken. Trotz aller Veränderung bietet der etwa 8,5 Hektar große Schlosspark mit seinem schönen Altbaumbestand und einem Naturlehrpfad auch heute noch die Möglichkeit der Erholung und Entspannung.
Groitzsch
Die Stadt Groitzsch nebst Umgebung kann hier im Leipziger Südraum mittlerweile einige Sehenswürdigkeiten aufweisen. Dazu gehört das Flursteinlapidarium auf dem Gelände der ehemaligen Wiprechtsburg. Es begann im Spätherbst 1982, als dort die ersten drei Kleindenkmale aus dem westlichen Teil des damaligen Kreises Borna aufgestellt wurden. Mittlerweile sind es 48 Exemplare geworden, die aus unserer Umgebung zusammengetragen wurden. Es handelt sich dabei um verschiedene steinerne Wegweiser, Meilensteine, Grenzsteine, uralte Kilometersteine und Hegesäulen, auch Wappensteine sind dabei. Meine "Sammelleidenschaft" hat eigentlich vor nunmehr fast 25 ahren begonnen, als die Devastierung - sprich Abbruch - des Dorfes Käferhain ins Gespräch kam. Mithin sollte auch die alte Poststraße von Groitzsch nach Lucka nach und nach dem Tagebau zum Opfer fallen. Bei meinen üblichen Flurbefahrungen als damaliger ehrenamtlicher Kreisdenkmalpfleger fand ich dort eines Tages, es war im Sommer 1982, einen sogeannten königlich-sächsischen Meilenstein der im Straßengraben lag und ein trauriges Dasein fristete. Zugleich entdeckte ich an der Straßengabelung Käferhain-Methewitz einen ca. 80 cm hohen Sandsteinwegweiser mit sächsischem Wappen sowie in der Flur zwischen Peres und Rüssen einen stark verwitterten Wegweiser, ebenfalls aus Sandstein. Auch hier war abzusehen, dass eines Tages die Bagger der Tagebaue alles vernichten würden. Mir tat es leid, dass die besagten Flurdenkmale für immer verschwinden sollten. Mit Unterstützung umliegender Betriebe, zudem vielfach uneigennützig sowie zahlreicher Heimatfreunde konnten dann bis 1991 fünfzehn Objekte geborgen werden und auf der Wiprechtsburg aufgestellt werden. Die Wiprechtsburg bot sich regelrecht an auch als neue Heimstatt geborgener Flurdenkmale zu gelten, war ihr Ruf mit dem Abbruch der einst weit bekannten Gaststätte "Zur Wiprechtsburg" 1959 nicht gerade der beste. Entgegen mancher Hindernisse konnte dieser Standort der heimatlos werdenden Denkmale beim damaligen Rat des Kreises Borna, Abteilung Kultur, gesichert werden. Und heute können die Groitzscher eigentlich stolz darauf sein, eine wohl im weiten Umkreis einmalige Sammlung derartiger Zeugnisse zu besitzen. Und in den letzten 20 Jahren konnten dann immer mehr Objekte auf der Wiprechtsburg aufgestellt werden. Fakt war, dass nur absolut gefährdete Steinmale geborgen wurden. Das hat sich oft negativ ausgezahlt, denn etliche erfasste und fotografierte Steine wurden durch frevelnde Hand entwendet und stehen heute irgendwo kaum beachtet im eigenen Grundstück. Hätte ich sie nur selbst "geklaut" .... Sie wären heute auf der Burg für die Öffentlichkeit erlebbar. Gedenksteine aus Breunsdorf, Kilometersteine von der ehemaligen königlich-sächsischen Staatseisenbahn Zwenkau-Groitzsch stehen heute auf der Burg sowie Flurgrenzsteine aus der Elsteraue, die vielfach ungeachtet herausgeackert an Straßenrändern lagerten. Etliche stammen davon noch aus dem 18. Jahrhundert. Als einziger Rest des 1910 erbauten Droßdorfer Herrenhauses steht heute der Wappenstein auf einem Sandsockel. Zwei Hegesäulen, ein Wappenstein aus dem Profener Tagebau sowie ein Wappenstein des Stiftes Zeitz-Naumburg (ein Geschenk von Buttstädter Heimatfreunden) zieren heute den oberen Rundweg östlich der Burgruine. Unser Prachtexemplar, der Stöntzscher Floßgrabenstein, wurde der Stadt Pegau anlässlich der 900-Jahrfeier 1996 als Geschenk übergeben, lagert aber heute leider im Verborgenen. Publiziert wurde das Groitzscher Lapidarium in der letzten Zeit auch über die Landesgrenzen hinaus. Flyer, Veröffentlichungen in der Presse und in unserem Groitzscher Heimatblatt machten die Steine allgemein bekannt. Auch wurde an jedem Stein eine kleine Infotafel über Art und Herkunft aufgestellt, die leider immer wieder beschädigt wurden. Der Museumskomplex am Stadtturm umfasst mittlerweile drei in den letzten Jahren umfassend instand gesetzte und z.T. umgebaute Gebäude. Im Stadtturm als Rest der ehemaligen Stadtkirche St. Aegydius aus romanischer Zeit sind die Geschichte dieses Denkmals und andere heimatkundliche Ausstellungen untergebracht. Im Hauptgebäude Turmplatz 5 werden Stadtgeschichte und Zeugnisse der Wiprechtsburg gezeigt. Hier werden auch wechselnde Ausstellungen angeboten. Der Naturfreunde- und Heimatverein Groitzsch e.V. hat in diesem Gebäude seinen Sitz. In der "Alten Wache" ist die Handwerks- und Industriegeschichte von Groitzsch dargestellt. Eine alte Druckereistube sowie eine Schusterstube sind nachgebildet. Das Museum ist jeweils Samstag von 9.30 - 12.00 Uhr geöffnet sowie nach Vereinbarung.
Droßkau (Groitzsch)
Großer 4-Seitenhof Nr. 4 mit barocker Toranlage von 1749 (das Junghannsche Gut)
Coschütz
Am 8. November 1495 wird Coschütz als Vorwerk der Herrschaft Elsterberg erstmals genannt. Es war die wirtschaftliche Basis der Schlossherrschaft oder mindestens ein Teil von ihr. Ebenfalls 1495 wurde vom Vorwerk Coschütz ein zweites, das Rittergut Thürnhof, abgetrennt. Jahrhundertelang spielte sich damals in Coschütz das Bild eines herrschaftlichen Gutsbetriebes in den beiden Herrengütern und dazugehöriger Schäferei ab. 1834 gab es 75 Einwohner, 1890 erst 101 Einwohner. Als auf Rittergutsboden die kleine Siedlung Feldwiese entstand und sich um 1900 rasch vergrößerte, schnellte die Einwohnerzahl auf 242 (1910) hinauf. Im Jahre 1929 verkaufte der Rittergutsbesitzer Adler das Rittergut Coschütz an die Stadt Elsterberg. Am 24. Juli 1934 erwarb es die Sächsische Bauernsiedlung, die es später in sechs Siedlerstellen aufteilte.
Drehsa
Das Fürstengeschlecht von Hanau beherrschte über lange Zeit den Ort. Ein altes Schloß, welches leider derzeit ungenutzt ist, ein Schloßpark und die "Drehsaer Schweiz" erinnern noch an diese Zeit. Vom restaurierten Wasserturm genießen Sie einen schönen Rundblick über die Oberlausitz und bei einer Wanderung durch die Drehsaer Schweiz können Sie in einer Felshöhle eine überlebensgroße Sandsteinfigur entdecken, den "Siegfried" aus der Nibelungensage. Die in der Nähe befindliche Fürstengruft ist ebenfalls ein Zeuge alter Zeiten in Drehsa. Der Heimatverein Wurschen/Drehsa und der Kulturverein widmen sich maßgeblich der Pflege der Geschichte und der Erhaltung der Traditionen im zweisprachigen Gebiet. (deutsch-sorbisch)
Adelwitz
Am rechten flachen Elbufer liegt der Ort Adelwitz und wird von 64 Menschen bewohnt. Ab 1993 erfolgte der Ausbau des ehemaligen Rittergutes zum Hotel mit Konferenzräumen für diverse Fachkongresse sowie der Ausbau der alten Brennerei zu einem Technologiezentrum für Werkstoffentwicklung. Um Historisches mit Modernem zu verbinden, entstand das Konzept "Die Trilogie Adelwitz"- eine einzigartige Kombination von Kongreßzentrum (für 160 bis 200 Teilnehmer), Übernachtung im historischen Schloss (mit hervorragendem Restaurant) und dem oben erwähnten High-Tech-Laboratorium für Hochtemperatur, Supraleiterforschung (mit gleichzeitiger Produktion) und moderne Umweltforschung. Zum Gesamtkomplex gehört ein neu gestalteter Park mit idyllischem Teich. Seit Mai 2003 werden Hunde in verschiedenen Sparten ausgebildet; Familien- und Begleithunde, Schutzhunde, Rettungshunde, Jagdhunde und Leichensuchhunde.
Zwinger Dresden
Erbaut wurde dieser "Edelstein deutscher Barockkultur" vom Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann und dem Bildhauer Balthasar Permoser in der Zeit von 1709 bis 1722. Die Bezeichnung "Zwinger" stammt eigentlich aus dem Festungsbau und bedeutet soviel wie "unbebauter Bereich zwischen äußeren und inneren Wehrmauern". Dennoch war der Zwinger nicht als Festungsbau geplant, sondern als Rahmen für Hoffeste und als Endpunkt glanzvoller Umzüge durch die Stadt gedacht. Die Umbauung des Zwingers besteht aus dem Kronentor und zweigeschossigen Pavillons, die durch Galerien miteinander verbunden sind. Umschlossen wird das Bauwerk vom Zwingergraben.
In den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges wurde auch der Zwinger fast vollständig zerstört. Der Wiederaufbau begann jedoch bereits 1946. Da der weiche Sandstein sehr anfällig gegenüber Schadstoffen in der Luft und im Regen ist, müssen die Fassaden und die Figuren im Zwinger fast ständig saniert werden. Im Sommer 2002 hat das Hochwasser dem Bau schwer zugesetzt, die Instandsetzung ist jedoch fast abgeschlossen.Zwickau
Die Geschichte vom Schloss Osterstein reicht bis weit ins Mittelalter zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wird es 1292 als "castrum Czwickaw". Nach mehreren Bränden und Umbauten bekam es dann im Jahr 1565 seine jetzige Bauform (anderen Quellen zufolge zwischen 1587 und 1590) . Entsprechend der Zeit ist es eindeutig der Renaissance zuzuordnen. Am Anfang des dreißigjährigen Krieges zerstört, wurde es schon 1632 wieder aufgebaut. Seit 1775 diente es dann bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts als Gefängnis. Vielleicht hat diese Epoche zur jetzigen Situation wesentlich beigetragen. Es gibt einfach kaum jemand, der mit dem Schloss gute Erinnerungen verknüpft. Dabei hat das Schloss durchaus andere Zeiten und andere Nutzungen erlebt. Über lange Zeit hinweg diente es den sächsischen Kurfürsten bzw. Königen als Wohnstätte, wenn sie sich im Zwickauer Raum aufhielten. Während deren Abwesenheit stand die Anlage nicht etwa leer. Sondern sie war Verwaltungsstätte für den Landesherrn. Der Grundriss stellt eine gewaltige dreiflügelige Anlage dar. Bis auf einige Nebengebäude ist sie im wesentlichen bis heute erhalten. Allenfalls Details (z.B. an den Türmen) sind im Laufe der Zeit verändert worden. Schloss Osterstein, eines der bedeutendsten Renaissanceschlösser Sachsens, diente bis 1773 zunächst als Justizgebäude, dann als Zucht- und Arbeitshaus, wo auch August Bebel schmachtete. Später wurden politische Gefangene in dem Gebäudensemble untergebracht. Auch in der DDR wurden hier unliebsame Regimegegner im mittlerweile abgerissenen Zellenhaus eingesperrt. Seit 1963 wird das kulturhistorische Schloss nicht mehr genutzt und ist mehr oder weniger dem Verfall preisgegeben. Nur eine Notsicherung an Dächern und Decken verhinderte den Einsturz.
Eine Besonderheit ist das sogenannte Korn- oder Zeughaus. Dieses, neben dem eigentlichen Schloß stehend, ist noch älter und als Baudenkmal fast noch bedeutender. Es entstand 1481 als Vorratsgebäude für Getreide, das ja irgendwie sicher gelagert werden mußte. Zu jener Zeit hatte eigentlich jede Stadt etwas vergleichbares. Zwickau ist in der glücklichen
Lage, daß dieses Gebäude die Zeiten überdauerte. Das gilt um so mehr aufgrund der Größe des Kornhauses. Es gibt nur wenige bürgerliche Bauten von derartigen Ausmaßen im gotischen Baustil.Gerade der riesige, vielgeschossige gotische Dachstuhl ist in seiner Art in Deutschland einziartig. Fachleute verweisen allenfalls auf eine ähnlich Anlage in Nürnberg.
Zuschendorf
Das Landschloß Zuschendorf liegt am Ortsausgang von Pirna in Richtung Liebstadt. Eine Burg soll hier bereits seit dem 11. Jahrhundert nachweisbar sein. Zuschendorf gilt als ältester Stammsitz der Familie von Carlowitz. Das Schloß entstand 1553 durch Umbau unter Hans II. von Carlowitz. Viele Bauteile der alten Burg sind im heutigen Schloß noch erkennbar. Nach dem Ende der Carlowitzschen Herrschaft 1695 wechselten die Besitzer häufig. So wurde u. a. 1730 von Johann Georg Stöckel der Lustgarten angelegt.
Auch das Wirken von Dr. Karl Heinrich Schulz und Freiherr Xaver von Lentz prägten das Schloß. Mit dem Kauf der Anlage 1988 durch das VEG Saatzucht Zierpflanzen Dresden wurde der einsetzende Verfall gestoppt. Es begann der systematische Wiederaufbau und die Rettung des Schlosses. Wichtige sächsische Gartentraditionen wie die Zucht von Kamelien, Azaleen, Hortensien und Bonsai sind ostasiatischen Ursprungs, und erforderten bei der Parkgestaltung eine Hinwendung zum sächsisch-chinoisen StilZschorna
Zschorna liegt nördlich von Radeburg. Hugolt von Schleinitz kaufte das Gut Zschorna bereits 1488. Nach dem Abbruch der alten Mauern errichtete er hier ein Vorwerk. Das Renaissanceschloß entstand erst 1537 unter Christoph von Petzschwitz. 1603 wird Siegfried von Lüttichau als Besitzer genannt. 1670 - 1725 ist das Schloß im Besitz der Grafen von Beichlingen. Wolf Dietrich Graf von Beichlingen war bis 1703 Großkanzler von August dem Starken. 1725 - 1764 war das Rittergut im Besitz der Familie von Sahla. 1764 - 1841 gehörte es einer Familie von Erdmannsdorf. Weitere Inhaber von Schloß Zschorna waren 1848 ein Baron von Sprenger und 1852 Friedrich August von Boxberg. Um 1900 besitzt eine Frau Wanda von Boxberg das Schloß. 1936 mußten die Boxbergs das Anwesen an Fürst von Stollberg abgeben. Die NSDAP machte das Objekt zu einer Einrichtung der SA und des RAD (Reichsarbeitsdienst). In der DDR befand sich im Schloß ein Betriebsferienheim, die Bungalows im angrenzenden Schloßgarten werden auch heute noch gern genutzt. Seit 2005 besteht ein gemeinnütziger Verein, der sich um die Sanierung der Anlage bemüht










